Herzlich willkommen / Welcome

Schlunz-Nacht

Am Samstag, den 24. Februar haben einige KiGo-Mitarbeiter, mit der tatkräftigen Unterstützung einiger Teenager das Gemeindehaus in ein Schlunzkino, Restaurant und Übernachtungshotel verwandelt.

Ab 17 Uhr trafen die Kinder ausgerüstet mit Isomatte, Schlafsack und kleinem Koffer im Gemeindehaus zum Check-in ein. Für unschlagbare 3,50 € für Übernachtung, Halbpension und Kinoeintritt war man mit dabei! Da fragt man sich: Wo gibt es so ein Angebt nochmal? Das ist Wahnsinn!

Schnell waren die Lagerstätten hergerichtet und jeder hatte dank eines Begrüßungsrätselspiels direkt etwas zu tun. Die Kinder bemerkten überhaupt nicht, daß die Mitarbeit zu dieser Zeit noch mit der später glücklicherweise perfekt funktionierenden Technik kämpften und in der Küche bereits mehrere Köche am Spagetthi-Bolognese Abendessen werkelten. Wenig später vertilgten die 25 Kinder und Teenager auch schon dieses leckere Essen. An Stelle der üblichen Reklame, sangen wir anschließend in einer kleinen Runde im Gottesdienstraum einige Lieder und konnten es kaum erwarten, daß das Kino beginnt. Mit Popcorn und Getränk ausgerüstet, verfolgten die Kinder gespannt in zwei Blöcken die Schlunzfilmepisoden. Die Halbzeitpause gegen 21 Uhr bot einerseits eine Schatzsuche nach Goldtalern und Diamanten sowie ein Dessert in Form von Muffins, Donuts und anderem schlunzigem Gebäck.

Gegen Mitternacht ging ein langer Tag zu Ende. Ein paar jüngere Kinder waren schon nicht mehr wach, was bei den gemütlichen Kissen auf dem Boden des Schlunzkinosaals kein Wunder war. Nachdem nun schnell die Zähne geputzt worden waren, erlebten wir, daß das Gemeindehaus auch Herberge, Wohnraum und irgendwie sowas wie Heimat sein kann. Es war auf jeden Fall schön, diese Perspektive in freundschaftlicher Atmosphäre zu haben.

Vielleicht stellst Du Dir auch einmal die Frage: Wie erlebe ich die Gemeinde bzw. das Gemeindehaus?

Aber zurück zur Schlunzerei: Irgendwann, nach ein paar Stunden Schlaf, war dann auch schon wieder Morgen. Zum Frühstück begrüßte uns ein wunderschöner Sonntag mit blauem Himmel und Sonnenschein und wir genossen Müsli, Butterbrezn und Honigsemmeln.

Und schon war die Schlunznacht vorbei. Schade! Aber auch richtig cool! Was machen wir als nächstes? Wer bringt noch jemanden mit?


Hier ein paar Infos zum Schlunz:

Bei Wikipedia erfahren wir: Der Schlunz ist eine christliche Kinderbuchreihe und Filmserie für Kinder ab acht Jahren von Harry Voß. Die Hauptperson ist ein Junge, genannt Schlunz, der sein Gedächtnis verloren hat und das Leben der Familie Schmidtsteiner auf den Kopf stellt. Er wird von Familie Schmidtsteiner im Wald als verwahrloster und einsamer Junge entdeckt. Er kann sich nur noch erinnern, „Schlunz“ genannt worden zu sein. Da er sich schnell mit dem zehnjährigen Lukas anfreundet, darf er bei den Schmidtsteiners bleiben, bis seine richtigen Eltern gefunden sind. Zusammen mit Lukas erlebt der Schlunz viele Abenteuer, während er versucht, sein Gedächtnis wiederzufinden. Der Schlunz geht zum ersten Mal in den Kindergottesdienst und bringt mit seinen neugierigen Fragen die Religionslehrerin, Adelheid Budenprunk, wiederholt in Verlegenheit. Erst durch den Schlunz versteht auch Lukas vieles, was in der Bibel steht, besser.

Doch das ganze wäre nur halb so spannend, wenn der Schlunz nicht bei jeder Gelegenheit eine „Idee“ hätte. Die „Ideen“ spielen im normalen Familien- und Schulumfeld, oder auf einer geheimnisvollen Burg oder als Vorstellung im Wilden Westen mit Cowboys und Indianern. Meistens (quatsch immer) geht bei der Umsetzung der „Idee“ dann etwas gründlich in die Hose. Beispielsweise möchte der Schlunz einen im Baum am Seeufer hängengeblieben Fußball aus einiger Entfernung mit einer im Sommer wiederentdeckten Silversterrakete runterschießen. Dumm nur, daß während er und Lukas die Rakete präparieren, zufällig Schlunz‘s Jugendamts-betreuerin mit dem Fahrrad kommt, den Ball auf dem Baum entdeckt und hochklettert, um ihn runterzuholen. Bruchteile einer Sekunde nach endlich erfolgreicher Zündung der Rakete entdecken Schlunz und Lukas die Dame im Baum, schreien Deckung und sehen nur noch die bunt explodierende Rakete und eine Frau, die mit verrußtem Gesicht vom Baum ins Wasser fällt.

In diesen Momenten sind die Lacher der Kinder genauso sicher wie die Spannung in den folgenden Szenen, wenn Schlunz alles daran setzt, die verpatzte Situation wieder zu retten. Gut, daß er erleben darf, daß Gott sich auch – und vielleicht ganz besonders – um kleine vergessene Jungen kümmert.